Techem Atlas zur Heizperiode 2025: Kälteres Jahr treibt Kosten – Fernwärme, Gas und Strom deutlich teurer

Gesch. Lesedauer: 2 Minuten
Allgemein, Nachhaltigkeit, Unternehmen, Wärme
Heizkostenprognose 2025: Trotz sinkender Energiepreise ist ein Kostenanstieg um 8,6% zu erwarten.
Foto: Techem GmbH

Für die Heizkostenabrechnung 2025 müssen sich Verbraucher trotz sinkender Energiepreise auf höhere Kosten einstellen. Grund dafür sind die niedrigeren Außentemperaturen in der Heizperiode: Im Schnitt war es 2025 kälter als 2024, was zu einer Steigerung des Heizenergieverbrauchs führt. Laut einer aktuellen Prognose des Energiedienstleisters Techem GmbH, Eschborn, steigen die Gesamtkosten für Heizen im Mittel damit um 8,6 %. Besonders betroffen sind Haushalte mit Fernwärme (+ 13,2 %) und Gas (+ 9,7 %).

Kältere Heizperiode sorgt für Mehrverbrauch
Die Heizperiode 2025 war spürbar kälter als 2024. Geht man von einem linearen Zusammenhang zwischen Temperatur und Heizenergieverbrauch aus, ergibt sich ein Verbrauchsanstieg von rund 11,6 %. Während die Preise für Gas (- 1,6 %), Strom (- 2,1 %) und Heizöl (- 8,2 %) im Mittel sogar gesunken sind, überkompensiert der höhere Verbrauch durch die niedrigeren Temperaturen diesen Effekt. Lediglich Fernwärme verzeichnet einen leichten Preisanstieg von 1,5 %. Die höchsten Kostensteigerungen entfallen damit auf Fernwärme (+ 13,2 %), gefolgt von Gas (+ 9,7 %) und Strom (+ 9,2 %). Heizöl steigt nur moderat um 2,4 %.

Baden-Württemberger müssen mit höchstem Kostenanstieg rechnen
Die Prognose zeigt deutliche regionale Unterschiede, die durch unterschiedliche Witterungsbedingungen entstehen.

Bei den Bundesländern gilt: Während Verbraucher in Baden-Württemberg mit einem Kostenanstieg von 14,2 %, in Sachsen mit 13,3 % und in Sachsen-Anhalt mit 12,2 % rechnen müssen, fällt die Kostensteigerung in Schleswig-Holstein mit 2,8 % am geringsten aus. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (+ 5,8 %) und Niedersachsen (+ 5,9 %) sind vergleichsweise niedrigere Kostensteigerungen zu erwarten.

Für Städte gilt: Kiel (+ 0,7 %), Solingen (+ 2,7 %) und Oberhausen (+ 2,9 %) gehören zu den Gewinnern mit einem vergleichsweise geringen Anstieg der Kosten. Karlsruhe (+ 21 %), Halle (Saale) (+ 14,8 %) und Dresden (+ 14,6 %) müssen dagegen mit einer deutlichen Kostensteigerung für die Heizkosten rechnen.

Digitale Lösungen helfen beim Sparen
„Unsere Heizkostenprognose zeigt auch in diesem Jahr wieder, wie entscheidend ein transparenter Überblick über den eigenen Verbrauch ist – denn Messen schafft Bewusstsein“, betont Matthias Hartmann, Chief Executive Officer der Techem. „Um Kosten und Verbrauch nachhaltig zu reduzieren, setzen wir auf technologische Innovationen: Mit unserer „One-Digital-Platform“ bündeln wir alle Verbrauchsdaten und bieten intelligente, geringinvestive Lösungen an. Ein Beispiel ist der Digitale Heizungskeller: Durch kontinuierliches Monitoring und eine optimierte Steuerung der Heizungsanlagen lassen sich im Schnitt rund 15 % Energie einsparen und die Emissionen sinken spürbar. Ergänzend schaffen unsere smarten Messsysteme vollständige Transparenz – nicht nur beim Stromverbrauch, sondern auch beim Gas. So ermöglichen wir es unter anderem, Energieverbräuche flexibel an die volatile Stromproduktion aus erneuerbaren Energien anzupassen. Unsere unterjährige Verbrauchsinformation, die wir Mietenden zur Verfügung stellen, sorgt zudem für regelmäßige Klarheit rund um den Verbrauch“, sagt M. Hartmann abschließend.

Über die Heizkostenprognose
Die Techem Atlas Heizkostenprognose 2025 basiert auf Wetter- und Preisdaten und gibt einen Ausblick auf die erwartete Kostenentwicklung für die Heizperiode 2025/2026. Grundlage sind der harmonisierte Verbraucherpreisindex der EU (Eurostat) sowie Wetterdaten von meteostat.net, die mit Daten des DWD DeutscherWetterdienst, Offenbach, validiert wurden. Die in dieser Prognose gezeigten Prozentwerte geben jeweils die Veränderung der Heizkosten und Heizenergieverbräuche für 2025 im Vergleich zu 2024 an und wurden als arithmetisches Mittel gebildet.

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