PV-Anlagen und Ultraschnellader an Stationen in Bayern und Sachsen verbinden nachhaltigere Energieversorgung mit Wirtschaftlichkeit. Die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität bringt neue Zielgruppen in Tankstellen-Shops.
Mit sieben Tankstellen, die jetzt Strom auf dem eigenen Dach erzeugen, unterstreicht das Allgäuer Energieunternehmen Adolf Präg GmbH & Co. KG, Kempten, sein Engagement für eine nachhaltigere Energieversorgung und Mobilität an seinen Tankstellen. An den bayerischen Standorten Augsburg, Langenau, Offingen, Krumbach sowie an den Stationen Taucha und Machern in Sachsen wurden insgesamt 642 Photovoltaikmodule mit rund 278 Kilowattpeak (kWp) Leistung installiert. Zwei Stationen in Augsburg erhielten zusätzlich Ultraschnellladesäulen mit bis zu 300 kW Ladeleistung für sehr kurze Ladezeiten.
„Mit den PV-Anlagen investieren wir mit unserer großen Erfahrung als Energiedienstleister in eine nachhaltigere Stromversorgung unseres Tankstellennetzes“, erklärt Klaus-Rüdiger Bischoff, Geschäftsführer bei der Präg und verantwortlich für den Tankstellenbereich. „Damit steigern wir die Energieeffizienz unserer Stationen und senken darüber hinaus auch dauerhaft die Betriebskosten.“ Zusammen genommen liefern alle Anlagen pro Jahr rund 250.000 kWh Solarstrom.
Neue Kundengruppen erhöhen den Standortwert
Der selbst erzeugte Solarstrom deckt einen Großteil des Eigenbedarfs der Tankstellen ab; überschüssiger Strom fließt ins Netz. Die sieben Tankstellen vermeiden durch die PV-Anlagen klimaschädliche CO2-Emissionen und reduzieren ihre Stromkosten erheblich. Besonders sichtbar wird der Nutzen an den Augsburger Stationen: In der Friedberger Straße liefern jetzt 58 PV-Module (mit 24,36 kWp) Solarstrom für den Betrieb, während parallel zwei Ladepunkte mit bis zu 300 kW ultraschnell laden. An der Edisonstraße besteht die Anlage aus insgesamt 80 Modulen (35 kWp), hier gibt es ebenfalls zwei Schnellladepunkte.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Schnelllader: Sie erweitern die Zielgruppe der Tankstellen-Shops. Denn jetzt zählen künftig auch Fahrer von Elektrofahrzeugen zur Kundschaft. Sie nutzen, während der Ladevorgang läuft, das Shop- und Bistroangebot und steigern damit Frequenz und Umsatz. „Schnelllader sind für uns kein Selbstzweck“, betont Johannes Hage, Retail-Manager bei der Präg. „Sie komplettieren das Energieangebot an unsere Standorten für jegliche Mobilitätsform und machen die Stationen attraktiver und fit für die Zukunft.“
Weitere Standorte mit PV-Anlagen sollen folgen
Die Präg hat jede PV-Anlage der sieben Standorte aufgrund unterschiedlicher Dachstatik und Ausrichtung individuell geplant und realisiert. Die beiden Anlagen in Sachsen, Taucha (95,7 kWp, 220 Module) und Machern (74,82 kWp, 172 Module), sind dank optimaler Dachflächen besonders groß und leistungsstark. Bei den Anlagen in Bayerisch-Schwaben liegt die installierte Leistung bei bis zu 35 kWp. Die Investitionen bei den sieben Tankstellen sind nur Auftakt, die Präg will weitere ihrer mehr als 100 Tankstellen mit eigenen PV-Anlagen und Schnellladern ausrüsten. Ziel des Unternehmens ist, Eigenstromerzeugung und Ladeinfrastruktur systematisch auszubauen: „Wir denken Energieversorgung, Mobilität und Nachhaltigkeit zusammen“, betont K.-R. Bischoff.






