In der Hessischen Landesvertretung in Berlin fand Ende April 2026 turnusgemäß die Mitgliederversammlung des BDH Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V., Köln, statt. Zuvor tagte der Vorstand in der Berliner Repräsentanz des Verbandes. Im Mittelpunkt beider Sitzungen standen die aktuellen politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene und deren Auswirkungen auf den Wärmesektor.
Daneben standen auch Neuwahlen im Vorstand auf der Agenda. Neu in den BDH-Vorstand gewählt wurde Erik Feijen, Geschäftsführer der BDR Thermea Gruppe in Deutschland. Er folgt auf Christian Sieg. Ebenfalls neu im Gremium ist Dr. Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer von Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG, Remscheid. Er übernimmt im BDH-Vorstand die Nachfolge von Dr. Norbert Schiedeck. Mit Kerstin Sticht, Geschäftsführerin der Kermi GmbH, Plattling, gehört dem Vorstand außerdem erstmals eine Frau an. Sie folgt auf Alexander Kaiss.
Zentrales Thema beider Sitzungen war das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Das Gesetzesvorhaben stand für den 29. April 2026 auf der vorläufigen Agenda des Bundeskabinetts. Industrie und Branche warten seit Wochen auf den angekündigten Referentenentwurf.
Darüber hinaus fand im Rahmen der Sitzungen ein Austausch mit politischen Gästen statt: MdB Andreas Jung, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nahm an der Mitgliederversammlung teil und informierte über aktuelle energiepolitische Hintergründe.
Von der BDH-Mitgliederversammlung geht ein klares Signal aus: Die Heizungsindustrie steht bereit, eine nachhaltige Wärmeversorgung entschlossen und beschleunigt umzusetzen. Voraussetzung dafür ist jedoch zeitnahe Planungssicherheit durch klare politische Rahmenbedingungen sowie verlässliche Förderstrukturen. Aus Sicht des BDH ist es daher von zentraler Bedeutung, dass das GModG – wie angekündigt – bis zum 1. Juli 2026 in Kraft tritt. Andernfalls würden zum 1. Juli die Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohner gelten und zu zusätzlichen Unsicherheiten im Markt führen.






