Mit Dialog, Fachkompetenz und Investitionen baut die Hoyer ihre Rolle als ganzheitlicher Energie- und Mobilitätspartner weiter aus.

Gesch. Lesedauer: 4 Minuten
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Intensiver Branchendialog in Visselhövede: Marcus Thiemann (l.) und Markus Hoyer (r.) begrüßten Daniel Kaddik (M.) zum Austausch über die Zukunft des Tankstellenmittelstands.
Foto: Hoyer SE

Ob im Gespräch mit dem eigenen Branchenverband, auf der Fachmesse oder auf der Baustelle: Die Hoyer-Unternehmensgruppe, Visselhövede, zeigte sich zuletzt gleich an mehreren Fronten aktiv. Ein Verbandsbesuch am Unternehmenssitz, ein Messeauftritt in Selm und der Spatenstich für einen neuen Autohof an der A7 verdeutlichen, wie breit das mittelständische Mineralölunternehmen mittlerweile aufgestellt ist.

Austausch mit dem bft in Visselhövede
Am Unternehmenssitz in Visselhövede begrüßten Markus Hoyer und Marcus Thiemann, beide Geschäftsführung der Hoyer-Unternehmensgruppe, Daniel Kaddik, Hauptgeschäftsführer des bft Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V. Bonn, zu einem gemeinsamen Austausch. Im Mittelpunkt des Besuchs standen aktuelle Entwicklungen im Tankstellenmarkt sowie die künftigen Herausforderungen und Chancen für unabhängige Tankstellenunternehmen.

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Hoyer-Partnerunternehmen weit mehr als die reine Kraft- und Schmierstoffversorgung bieten. Das Leistungsspektrum reicht über moderne Tankstellentechnik bis hin zu Planung, Bau, Wartung und Service aus einem eigenen Bau- und Technikunternehmen. Darüber hinaus hat sich die Hoyer in den vergangenen Jahren auch als eines der führenden unabhängigen Unternehmen im Bereich Batteriespeicher- sowie Ladeinfrastrukturlösungen etabliert. Mit ganzheitlichen Konzepten unterstützt das Unternehmen seine Partnerunternehmen bei der Integration zukunftsfähiger Energie- und Mobilitätslösungen an Tankstellenstandorten und begleitet Projekte von der Planung bis zur Umsetzung.

Dieses umfassende Know-how stellt die Hoyer bereits heute zahlreichen Tankstellengesellschaften und Partnerunternehmen zur Verfügung. Im Rahmen des Austauschs betonte die Unternehmensführung, diese Expertise – von der klassischen Kraftstoff- und Schmierstoffversorgung über technische Dienstleistungen bis hin zu innovativen Batterie- und Ladeinfrastrukturlösungen – künftig auch verstärkt den Mitgliedsunternehmen des bft als kompetenter Partner anzubieten. Beide Seiten hoben die Bedeutung eines engen Dialogs zwischen Verband und Unternehmen hervor, um die Interessen der mittelständischen Tankstellenbranche gemeinsam weiter zu stärken und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.

Die Hoyer war bereits in der Vergangenheit Mitglied des bft. Der offene und konstruktive Austausch hat gezeigt, dass beide Seiten auch künftig den Dialog fortsetzen und den Kontakt intensiv pflegen möchten. „Ob sich daraus perspektivisch erneut eine aktivere Zusammenarbeit oder sogar eine Verbandsmitgliedschaft ergibt, bleibt abzuwarten. Die Gespräche haben hierfür jedoch eine gute Grundlage geschaffen“, erklärt M. Hoyer.

Präsenz beim Tag der Entsorgungs-Logistik in Selm
Der Tag der Entsorgungs-Logistik und Kommunaltechnik in Selm ist die größte Fachausstellung ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Mit dabei war ein Team der Hoyer, das das breite Produktportfolio am eigenen Stand präsentierte.

Kohlendioxidreduzierende Kraft- und Brennstoffe, hochwertige Schmierstoffe, AdBlue und die Elektrifizierung der Mobilität waren die entscheidenden Themen in zahlreichen Gesprächen. Ein besonderes Highlight war die Podiumsdiskussion „Plug, Tank oder Pipeline? Der Mobilitätsmix von morgen!“, an der Jochen Schmidt, Geschäftsbereichsleiter Hoyer Card bei der Hoyer, teilgenommen hat. Die Einblicke und Perspektiven lieferten wichtige Denkanstöße für die Branche.

Beim symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Hoyer Autohof in Neumünster (v. l.): Sebastian Weingang (E.K.W. Erd- und Straßenbau Ernst Karl GmbH & Co. KG), Sabine Kling (Baurätin der Stadt Neumünster), Thomas Hoyer (geschäftsführender Gesellschafter der Hoyer-Unternehmensgruppe), Jochen Schmidt (Geschäftsbereichsleiter Tankstellen, Hoyer Card und Standortentwicklung bei Hoyer) sowie Jannes Friedrichs (Bremer Stahlbau). Der Autohof an der A7 soll bis September 2027 fertiggestellt werden. (Foto: Hoyer SE)

Auf den künftigen Bedarf ausgerichtet: Einige Jahre Planung, eine Pause durch die Corona-Krise und ein Wechsel des Projektbetreibers mit verschiedenen Umplanungen liegen hinter den Verantwortlichen für den Bau des Autohofes im Gewerbegebiet Eichhof in Neumünster. Jetzt konnte mit dem ersten Spatenstich der offizielle Baubeginn vollzogen werden. Ziel: Bis September 2027 soll der Autohof an der A7, Abfahrt Neumünster Nord, fertig sein und in Betrieb gehen.

Die ursprüngliche Projektgesellschaft konnte das Vorhaben nicht zu Ende führen, sodass mit der Hoyer ein neuer Investor gefunden wurde, der außerdem den Tankstellenbetrieb selbst übernehmen will. Dazu mussten einige Verträge angepasst und Planungsdetails aktualisiert werden. Jetzt geht es tatsächlich los: 4.500 cbm Boden müssen abgefahren, 17.500 cbm Füllsand herangeschafft und eingebaut werden. Das entspricht zusammen über 1.400 Sattelzügen.

Entstehen soll auf 14.149 qm Fläche ein barrierefreier Autohof mit einer Nutzfläche von rund 1.200 qm, der an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet sein wird. Geplant sind acht Pkw- und neun Lkw-Zapfpunkte, an denen Kraftstoffe und AdBlue getankt werden können. Neben Otto-Kraftstoff und Diesel sind auch HVO 100 und Bio-LNG eingeplant. Das Gesamtvolumen der unterirdischen Tanks beträgt 400.000 Liter. Dazu wird ein intelligentes Lade- und Lastenkonzept für Elektro-Pkw und -Lkw installiert. Die Hoyer e-Concept GmbH, Visselhövede, plant und realisiert die Kombination aus großflächiger Photovoltaikanlage auf dem Flachdach der Tankstelle, Speichertechnologie und Ladeinfrastruktur. Außerdem ist eine Potenzialfläche für Wasserstoff für den künftigen Markthochlauf eingeplant.

Um Platz für alle Tank- und Ladeeinrichtungen sowie zusätzliche Potenzialflächen für weitere Antriebstechnologien zu schaffen, wurde die Zahl der Stellplätze für Lkw, Pkw und Busse sowie die Größe der Freiflächen leicht reduziert. Die Trennung der Bereiche für Pkw und Lkw wird aber beibehalten, um größtmögliche Sicherheit für die Gäste zu gewährleisten.

Außerdem erwartet die Gäste ein besonderer Gastronomiebereich. Beim Betreten des atriumähnlichen Innenraums haben Kunden den vollen Blick auf ein ausgesuchtes Shopangebot mit Back- und Snacktheke sowie einer Food-Corner mit unterschiedlichen kulinarischen Highlights wie Pizza und Pasta, Bowls und Salaten, Asia-Food und Fleisch aus dem Beefer sowie Kaffeespezialitäten und wechselnden Kuchensortimenten. Wichtig bei diesem neuartigen Konzept, das selbstverständlich auch die deutschen Klassiker nicht auslässt: Gäste bekommen, wie bei Hoyer üblich, absolute Frische und beste Qualität zum fairen Preis. Dabei werden die Bestellungen wahlweise am Tisch aufgenommen und serviert oder am Selbstbedienungsterminal aufgegeben, bezahlt und anschließend am Food-Counter abgeholt.

Damit der Halt auch wirklich zur Rast wird, entstehen zusätzlich ein großzügiger Loungebereich sowie ein Ruheraum, Meetingräume und ein Barbershop im Obergeschoss des Gebäudes. Der Autohof richtet sich sowohl an Pendler zwischen Kiel und Hamburg als auch an Menschen im nahen Industriegebiet sowie an Touristen, die Richtung Skandinavien fahren oder von dort kommen.

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