Es ist nach über zehn Jahren das erste genehmigte Windprojekt im Landkreis Augsburg: In den Gemeinden Buttenwiesen, Ehingen und Kühlenthal werden bald vier Windenergieanlagen errichtet. Das Energiewende-Unternehmen GP JOULE GmbH, Reußenköge, hat den Windpark in enger Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern, Landeigentümern und Menschen vor Ort geplant und projektiert. Ab Ende 2026 könnten die bauvorbereitenden Maßnahmen für das gemeinschaftliche Energieprojekt beginnen.
Geplant sind vier Anlagen vom Typ Nordex N175 mit jeweils 6,8 MW Leistung und damit einer installierten Gesamtleistung von 27,2 MW. Der Windpark wird im Durchschnitt 52 GWh grünen Strom pro Jahr produzieren. Damit leistet das Projekt einen großen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und zur Wertschöpfung in der Region.
Interkommunale Zusammenarbeit als Erfolgsmodell
Der Windpark „Bürgerwind Am Rohrholz“ ist ein interkommunales Projekt des in Buttenwiesen ansässigen Unternehmens GP JOULE mit den Gemeinden Buttenwiesen, Ehingen und Kühlenthal. Die Kommunen haben in enger Abstimmung mit der GP JOULE gemeinsam das notwendige Planungsrecht für den Windpark geschaffen. Grundlage dafür war die Aufstellung eines entsprechenden Flächennutzungsplans.
Um die Wertschöpfung in der Region zu halten, soll der Windpark einem regionalen Konsortium aus Kommunen, Bürgern sowie Regionalwerken zum Kauf angeboten werden.
„Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern war mit ausschlaggebend für die hohe Akzeptanz für das Projekt bei den Bürgerinnen und Bürgern hier vor Ort“, sagt Annette Gärtner, Strategisches Relationshipmanagement bei GP JOULE PROJECTS: „So freuen wir uns umso mehr, nach 7 Jahren Projektierung die Genehmigung für den Bürgerwindpark in der Hand zu halten und endlich mit der Umsetzung starten zu können.“
„Ich freue mich, dass wir jetzt, 13 Jahre nach dem ersten erfolgreich umgesetzten Windprojekt in der Gemeinde Kühlenthal, die Erfolgsgeschichte fortschreiben können“, betont Iris Harms, Bürgermeisterin der Gemeinde Kühlenthal. „Wir haben die Möglichkeit, Strom direkt vor Ort zu produzieren und als Gemeinde von den finanziellen Vorteilen zu profitieren. Da spreche ich sicherlich auch für meine Kollegen aus Buttenwiesen und Ehingen, wenn ich sage: Erneuerbare Energien sind unsere Zukunft.“
Vorbereitungen für die Genehmigung
Der jetzt erteilten Genehmigung gingen im Vorfeld umfangreiche Maßnahmen voraus: Um den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt sicherzustellen, wurden neben artenschutzfachlichen Untersuchungen auch verschiedene unabhängige Fachgutachten angefertigt, wie beispielsweise Schall- und Schatten-, Eiswurf-, Standsicherheits- und Bodengutachten.
Nach Genehmigungserhalt geht das Projekt jetzt in die nächste Phase: In den kommenden Monaten soll ein Zuschlag im Rahmen der EEG-Ausschreibung sowie die Finanzierung des Projekts erwirkt werden, bevor die bauvorbereitenden Maßnahmen gegen Ende des Jahres starten können.
Ein starkes Signal für die Region
Mit der Genehmigung des Windparks „Bürgerwind Am Rohrholz“ setzen alle Beteiligten ein starkes Zeichen für regionale Wertschöpfung, den Klimaschutz und die interkommunale Zusammenarbeit.
Heinrich Gärtner, Mitgründer der GP JOULE, erklärt: „Dieses Projekt ist eine Blaupause dafür, wie die dezentrale Energiewende in Deutschland funktionieren kann: Wenn wir die Menschen vor Ort mitnehmen, die Erneuerbaren für sie zugänglich und ökonomisch attraktiv machen, können wir gemeinsam wirklich etwas erreichen.“
Das Projekt hat für H. Gärtner und Mitgründer und Chief Executive Officer Ove Petersen sowie für das gesamte Unternehmen gleich in doppelter Hinsicht einen besonderen Stellenwert: Erstens sollen zwei der Windräder nur 3 km vom Firmensitz in Buttenwiesen entfernt gebaut werden, zweitens errichtete die GP JOULE im Jahr 2013 in Kühlenthal – einer der jetzt am Projekt „Bürgerwind Am Rohrholz“ beteiligten Gemeinden – die erste Windenergieanlage der Unternehmensgeschichte.






