Genehmigung erteilt: MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen

Gesch. Lesedauer: 2 Minuten
Allgemein, Energie, Mobilität & Kraftstoffe, Unternehmen, Wasserstoff
Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Mi.) bei der Übergabe der Genehmigung an Volker Ebeling (li.) und Philipp Kroepels, Director New Energy, MB Energy.
Foto: MB Energy

Die MB Energy Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, hat von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Genehmigung für Bau und Betrieb eines neuen Ammoniak-Importterminals erhalten. Vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung soll die Anlage auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand im Hamburger Hafen entstehen. Das geplante Terminal soll Deutschlands erster groß angelegter Ammoniak-Import-Hub werden und eine zentrale Rolle bei der Sicherung der künftigen Energieversorgung sowie der laufenden Transformation der Wirtschaft spielen.

Das geplante Terminal ist für den Import und die Weiterverteilung von Ammoniak vorgesehen, das nicht nur als Speichermedium für Wasserstoff dient, sondern auch sowohl als industrieller Rohstoff als auch als alternativer Kraftstoff in der Schifffahrt eingesetzt werden kann. Der Import dieser Moleküle wird den inländischen Ammoniakmarkt unterstützen und die Grundlage für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft schaffen. Langfristig wird dies voraussichtlich die Energiewende in der Schifffahrt weiter vorantreiben. Aus technologischer Sicht ist es außerdem möglich, Ammoniak in Gaskraftwerken einzusetzen. Das Terminal ist so konzipiert, dass es auch kohlenstoffärmeres und erneuerbares Ammoniak verarbeiten kann, vorbehaltlich der technischen Möglichkeiten, der Marktverfügbarkeit und der geltenden regulatorischen Anforderungen.

Das Terminal soll auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand entstehen, dem größten Tanklager im Hamburger Hafen, das sich im Besitz der MB Energy-Gruppe befindet: enport GmbH & Co. KG, Hamburg, by MB Energy. Es ist ein zentraler Teil des Projekts New Energy Gate, zu dem auch der Umschlag von Methanol am gleichen Standort gehört. Gemäß den Planungen soll ein neuer Tank zur Zwischenlagerung des importierten Ammoniaks errichtet und die bestehende Anlegestelle für Binnen- und Seeschiffe für den Import des Energieträgers ertüchtigt werden. Verlademöglichkeiten für Eisenbahnkesselwagen sind ebenfalls in Planung. Darüber hinaus gibt es potenzielle Pläne für eine Einspeiseanlage in eine Cracker-Anlage, die noch separat entwickelt werden muss, in der das Ammoniak in Wasserstoff aufgespalten und in das künftige Wasserstoffnetz eingespeist werden könnte. Die geplante Umschlagsmenge soll bei rund 600.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr liegen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nach einem von beiden Seiten sehr konstruktiv geführten Genehmigungsverfahren nun das offizielle Dokument in den Händen halten, und einen zentralen Meilenstein erreicht haben, um das Projekt weiter umzusetzen“, betonte Volker Ebeling, Senior Vice President New Energy, Supply & Infrastructure der MB Energy. Mit dem geplanten Ammoniak-Terminal werde die Energiewende in Hamburg ein großes Stück vorangetrieben. „Ein starkes Zeichen hin zu zukunftsfähiger und verlässlicher Energie- und Grundstoffversorgung“, erklärt V. Ebeling weiter.

Über enport by MB Energy
Seit 1972 ist enport by MB Energy ein bedeutender Akteur im Bereich Tanklagerlogistik und zählt zu den größten, unabhängigen Anbietern von Tanklager- und Infrastrukturlösungen in Deutschland. enport besitzt und betreibt 13 Tanklager in Deutschland, Dänemark und Ungarn, mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Mio. cbm. Mit einer starken regionalen Präsenz und jahrzehntelanger operativer Erfahrung leistet enport einen wichtigen Beitrag zur sicheren und effizienten Versorgung mit Energieprodukten und Chemikalien in Europa

Beitrag teilen:

Neueste Artikel

Allgemein, Unternehmen

VNG liefert stabiles Ergebnis 2025 trotz volatilem Marktumfeld

Tankstellen, Unternehmen, Zeitgeschehen

Jubiläum bei Aral und PAYBACK: Zwei Jahrzehnte Partnerschaft

Allgemein, Forschung & Entwicklung, Mobilität & Kraftstoffe, Unternehmen

Neste hat Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) in Bioraffinerie in Rotterdam aufgenommen

Forschung & Entwicklung, Politik, Unternehmen

Antragsunterlagen zur CO2-Speicherung im niedersächsischen AWZ-Gebiet öffentlich ausgelegt

Anzeige