BAFA verbessert Transparenz im Beimischungsmarkt und weist auch HVO aus

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Daten + Statistiken, Mobilität & Kraftstoffe
Bei den Verbrauchsdaten für Biokraftstoffe wurde zum ersten Mal die HVO-Beimischungsmenge mit ausgewiesen um die Transparenz zu verbessern.
Foto: UFOP

Nach einer längeren Pause veröffentlichte das BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn, die Verbrauchsdaten für Biokraftstoffe bis August 2025. Im Zuge dessen wurde erstmals die HVO-Menge ausgewiesen. Die BAFA entspricht damit einer von der UFOP Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V., Berlin, wiederholt vorgetragenen Forderung zur Verbesserung der Transparenz im Beimischungsmarkt.

Der Verbrauch an Biodiesel nahm im August 2025 gegenüber dem Vormonat um gut 3 % auf 202.900 t zu, bleibt damit aber 3 % hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die HVO-Menge belief sich dabei auf rund 10.340 t, rund 12 % weniger als im Juli dieses Jahres. Da gleichzeitig der Verbrauch an Dieselkraftstoff um 8 % abnahm, erhöhte sich der Anteil von HVO an der Beimischung um 0,7 auf 7,3 %.

In den ersten acht Monaten des Jahres 2025 summierte sich der Verbrauch an Biodiesel zur Beimischung auf insgesamt rund 1,6 Mio. t und ist damit nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, Bonn, rund 2 % niedriger als noch im Vorjahreszeitraum. Die Menge an HVO beläuft sich dabei auf 112.888 t, was ebenfalls etwas weniger ist als die 117.500 t des Vorjahres. Der Verbrauch an Dieselkraftstoff summiert sich von Januar bis August 2025 auf rund 20,2 Mio. t und übertrifft das Vorjahresergebnis damit um rund 2 %. Vor diesem Hintergrund ist der Beimischungsanteil im Jahresvergleich um 0,2 auf 7,3 % gefallen.

Die UFOP hatte ihre Forderung nach Transparenz mit der zu erwartend zunehmenden Bedeutung von HVO als sogenannter „drop-in“-Kraftstoff begründet, denn der Beimischungsanteil von Biodiesel im Dieselkraftstoff ist bei 7 Volumenprozent limitiert. HVO kann dagegen bis zu 26 % beigemischt werden, ohne die Dieselkraftstoffnorm DIN EN 590 zu verletzen. Die steigenden THG-Quotenverpflichtungen im aktuell diskutierten Gesetzentwurf zur Änderung des THG-Quotengesetzes von bis zu 53 % in 2040 fördern zusammen mit dem gleichzeitigen Hochlauf der E-Mobilität vorrangig den HVO-Einsatz.

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