Uniper sichert sich langfristig 2 Mio. t LNG pro Jahr aus Kanada

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Energie, Erneuerbare & Regenerative Energien, International, Unternehmen
Michael Lewis, CEO der Uniper, und Davis Thames, Präsident, Gründer und CEO der Western LNG beim Signing Event an der kanadischen Botschaft in Berlin.
Foto: Uniper/Juliane Sonntag

In Anwesenheit der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, sowie der kanadischen Botschafterin in der Bundesrepublik Deutschland, Vera Alexander, haben die Uniper SE, Düsseldorf, und die Ksi Lisims LNG LP, Vancouver, eine langfristige Liefer- und Abnahmevereinbarung für verflüssigtes Erdgas unterzeichnet.

Diese erste große langfristige LNG-Liefer- und Abnahmevereinbarung zwischen Kanada und Deutschland ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der strategischen Energiepartnerschaft zwischen den beiden Ländern. Die Uniper wird über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren jährlich 2 Mio. t LNG (entsprechen rund 30 TWh pro Jahr) auf Free-on-Board-Basis (FOB) beziehen. Die ersten Lieferungen werden ab 2032 erwartet.

Mit dieser Vereinbarung erreicht die Uniper einen weiteren wichtigen Meilenstein, um konsequent ein resilientes, diversifiziertes und langfristiges LNG-Portfolio aufzubauen. Die frei disponierbaren LNG-Mengen bieten zusätzliche Flexibilität, um bei Bedarf zur Versorgungssicherheit in Europa beizutragen.

Bei dieser Vereinbarung geht es laut Michael Lewis, Chief Executive Officer (CEO) der Uniper, um weit mehr als um LNG: „Mit der Unterzeichnung dieses langfristigen Abnahmevertrags stärken wir unser Portfolio um eine verlässliche LNG-Bezugsquelle aus Kanada. Als vertrauensvoller Partner trägt Kanada dazu bei, die Energieversorgung Europas breiter aufzustellen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen Herausforderungen zu erhöhen. In einer zunehmend unsicheren Welt ist Diversifizierung eine strategische Notwendigkeit. Das Projekt verbindet Versorgungssicherheit, eine auf kohlenstoffarmer Wasserkraft basierende Infrastruktur und eine starke Partnerschaft – genau die Art von langfristiger Energiepartnerschaft, die wir aufbauen wollen.“

Davis Thames, Präsident, Gründer und CEO der Western LNG LLC, Houston, ergänzt: „In Kombination mit den reichlich vorhandenen Wasserkraftressourcen wird Ksi Lisims LNG zu den emissionsärmsten LNG-Projekten der Welt gehören. Wir freuen uns darauf, die Vermarktung des verbleibenden Projektvolumens voranzutreiben, damit wir schon bald mit dem Bau beginnen können.“

Eva Clayton, Präsidentin der Nisga‘a Nation erklärt: „Seit jeher folgen die Nisga’a dem Prinzip der Common Bowl. Dieser grundlegende Leitgedanke lehrt uns, dass wir alle voneinander abhängig sind, und verpflichtet uns, unseren Wohlstand mit anderen zu teilen. Heute hat uns derselbe Geist des Teilens dazu bewogen, den Export von LNG auf den Weltmarkt voranzutreiben. Wir sind stolz darauf, dass diese Vereinbarung mit Uniper die Philosophie der Common Bowl widerspiegelt, und wir sind dankbar, dass die Regierungen auf beiden Seiten zusammenarbeiten, um dieses Vorhaben zu ermöglichen.“

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, hebt hervor, dass dieser Vertrag ein starkes Signal für mehr Versorgungssicherheit und strategische Unabhängigkeit ist. Deutschlands Resilienz werde mit neuen Bezugsquellen, langfristigen Partnerschaften und mehr Diversifizierung gestärkt. Kanada sei dabei ein strategischer Partner, der verlässlich, rohstoffreich und wirtschaftlich eng mit Deutschland verbunden sei.

Tim Hodgson, Minister für Energie und natürliche Ressourcen von Kanada, ergänzt: „In Zeiten anhaltender Unsicherheiten auf den Energiemärkten steigt die weltweite Nachfrage nach verlässlicher Energie weiter. Projekte wie Ksi Lisims LNG, die gemeinsam mit indigenen Gemeinschaften entwickelt werden und zu den emissionsärmsten LNG-Vorhaben weltweit zählen, unterstreichen Kanadas Rolle als führende Energienation auf dem Weltmarkt.“

LNG mit geringeren CO2-Emissionen durch mit Wasserkraft betriebenen
Verflüssigungsanlagen
Ein besonderes Merkmal des Projekts Ksi Lisims LNG ist der geplante Einsatz von Wasserkraft für den Verflüssigungsprozess. Durch die Kombination des Zugangs zu kanadischen Erdgasvorkommen mit erneuerbarem Strom aus dem Wasserkraftsystem der Provinz British Columbia soll das Projekt LNG mit einer um 90 % geringeren CO2-Intensität als herkömmliche LNG-Anlagen produzieren.

Mit diesem innovativen LNG-Exportterminal erweitert die Uniper ihr Portfolio um eine zusätzliche, differenzierte Bezugsquelle und unterstützt das Ziel des Unternehmens, ein widerstandsfähigeres und zunehmend diversifiziertes Energiesystem aufzubauen.

Entwickelt in Partnerschaft mit der Nisga’a Nation
Ein prägendes Merkmal des Projekts Ksi Lisims LNG ist die Partnerschaft mit der Nisga’a Nation, die das Vorhaben gemeinsam mit der Western LNG und der Rockies LNG Partners LP., Calgary, als gleichberechtigter Entwicklungspartner realisiert. Diese Zusammenarbeit vereint die indigene Führung einer kanadischen First Nation, die Expertise der Industrie sowie internationale Energiepartner mit dem gemeinsamen Ziel einer verantwortungsvollen Ressourcenentwicklung und der Schaffung langfristiger wirtschaftlicher Perspektiven.

Für die Uniper ist diese Partnerschaft ein wichtiger Baustein für die langfristige Stärke des Projekts und steht für einen kooperativen Ansatz bei der Entwicklung großer Energieinfrastrukturprojekte.

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