Die TESVOLT AG, Lutherstadt Wittenberg, stellt mit dem „PowerCore G2” erstmals einen 500-kWh-Batteriespeicher für Gewerbe, Industrie und kleinere Utility-Scale-Projekte vor. Das System basiert auf Hardware des chinesischen Herstellers WHES Weiheng Intelligent Technology Co. Ltd., Wuxi City, und wird mit der eigenen Software der TESVOLT für Steuerung und Cybersicherheit ausgestattet. So kann die TESVOLT Speichersysteme mit hoher Qualität zu deutlich geringeren Kosten anbieten.
Paradigmenwechsel bei TESVOLT: Hardware aus China, Software aus eigener Entwicklung
„Bis vor Kurzem waren Gewerbespeicher aus deutscher Fertigung noch wettbewerbsfähig. In den vergangenen Jahren haben chinesische Hersteller aber so massiv in die Entwicklung von C&I- und Utility-Scale-Speichern investiert, dass sie heute technologisch ausgereifte Systeme zu deutlich geringeren Kosten anbieten. Das nutzen wir nun für TESVOLT“, erklärt Simon Schandert, Chief Technology Officer und Co-Founder der TESVOLT AG.
Die TESVOLT wählt geeignete Systeme gezielt aus, unterzieht sie umfassenden technischen Prüfungen und integriert eigene Software. „Für unsere Kunden hat das den Vorteil, dass sie erstklassige und sehr sichere Gesamtsysteme zu einem besseren Preis erhalten und wir weiterhin ihr direkter Ansprechpartner von der Planung über Bau, Betrieb und Wartung bis hin zur Stromvermarktung sind“, erklärt S. Schandert.
Amortisationszeiten von drei bis vier Jahren möglich
Der reduzierte Systempreis soll die Wirtschaftlichkeit des Speichers deutlich verbessern. Wird der PowerCore zum Beispiel für die Lastspitzenkappung genutzt, sind Amortisationszeiten von rund vier Jahren und Renditen von 20 % bis 25 % möglich. Auch Multi-Use-Anwendungen und die Nutzung dynamischer Stromtarife lassen sich mit dem System noch wirtschaftlicher umsetzen.
Eigene Software erhöht Cybersicherheit
„Wir integrieren unser eigenes Gateway, Energiemanagementsystem und den TESVOLT Energy Controller, die die gesamte externe und interne Kommunikation des Speichers steuern“, sagt Leonard Friese, Produktverantwortlicher der TESVOLT. „Updates erfolgen zum Beispiel über kontrollierte, temporär freigegebene Schnittstellen, und die Datenkommunikation ist vollständig verschlüsselt. Dadurch erhöhen wir die Cybersicherheit und behalten die vollständige Systemkontrolle unabhängig vom Hardwarehersteller.”
In über 1.000 Projekten weltweit erprobt
Der PowerCore Speicher setzt LFP-Batteriezellen von CATL ein und ist laut WHES bereits in über 1.000 Projekten weltweit im Einsatz. Das Outdoor-System hat die Korrosionsschutzklasse C5 und ist für anspruchsvolle Umgebungen wie Küstenregionen geeignet. Es kann bei Umgebungstemperaturen von – 20 °C bis + 55 °C betrieben werden und erfüllt die Anforderungen der VDE-AR-N 4110. Der Wechselrichter ist vollständig integriert. Ein mehrstufiges Sicherheitskonzept kombiniert aktive und passive Brandschutzmaßnahmen. Die Auslieferung des Systems beginnt im Mai 2026.






