R-GDS und Westfalen: Erste Wasserstoff-Tankstelle in der Region Straßburg/Elsass soll Energie für den Fuhrpark des EU-Parlaments liefern

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Tankstellen, Wasserstoff
Mit der offiziellen Inbetriebnahme können auch Privatkunden an der öffentlichen Tankstelle Wasserstoff tanken.
Foto: Westfalen

Das kommunale Gasunternehmen der Stadt Straßburg, R-GDS Réseau Gaz Naturel Strasbourg, versorgt in Zusammenarbeit mit der Westfalen-Gruppe ab sofort den dortigen Fuhrpark des Europäischen Parlamentes mit Wasserstoff.

Die Wasserstoff-Tankstelle der R-GDS wurde nach einer mehrwöchigen Testphase am vergangenen Dienstag offiziell in Betrieb genommen. Es ist die erste Tankstelle mit Wasserstoff im Elsass. Die Westfalen AG, Münster, übernimmt in diesem Zusammenhang die ausreichende Belieferung mit dem zukunftsfähigen Energieträger. Für die Versorgung kann die Westfalen auf eine eigene Wasserstoff-Trailerflotte zurückgreifen, mit der der Energieträger von Deutschland aus regelmäßig nach Straßburg geliefert wird.

Laut Antoine Dubois, Präsident des Straßburger Energieverbandes R-GDS, ist Wasserstoff für das Unternehmen als nach eigenen Angaben führender Vertreiber von Erdgas und Biomethan in der Region Bas-Rhin, der Energieträger der Zukunft. Dementsprechend gehört die H2-Tankstelle zur konsequenten Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Die R-GDS ist erfreut, mit dem Fuhrpark des Europäischen Parlaments eine verlässliche Kundenbeziehung etabliert – und mit der Westfalen-Gruppe den passenden Lieferanten für den benötigten Wasserstoff gefunden zu haben, erklärt A. Dubois. Die Tankstelle steht jedoch nicht nur Unternehmen zur Verfügung. Auch private Kunden können dort jederzeit tanken.

Das Management der Westfalen ist überzeugt, dass bei einer zukunftsfähigen Versorgung kein Weg an dem nachhaltigen Energieträger Wasserstoff vorbeiführt. Umso mehr begrüßt es das Unternehmen, mit der R-GDS ein renommiertes Energieunternehmen von dem eigenen Leistungsspektrum überzeugen zu können, so Andreas Weisheit, Leiter des Westfalen-Geschäftsbereichs Gase. Die Westfalen verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung im Umgang mit dem Energieträger Wasserstoff.

Benjamin Bugeat, Geschäftsführer der Westfalen France, ergänzt, dass es Ziel der Westfalen ist, die R-GDS künftig auch mit Wasserstoff aus französischen Quellen bedienen zu können. So ist geplant, die Zusammenarbeit mit der R-GDS weiter auszubauen. Die französische Tochtergesellschaft der Westfalen-Gruppe aus Münster beliefert mit ihren Technischen Gasen unter anderem die deutsche Lebensmittel-, Stahl-, Bau-, Energie-, Chemie-, Automobil- und Luftfahrtindustrie und ist nach eigenen Angaben eines der führenden Unternehmen im Vertrieb von Kältemitteln in Frankreich.

Die Wasserstofftankstelle Straßburg-Meinau an der französisch-deutschen Grenze ist Teil des Projekts „H2ME2“, das von der Clean Hydrogen Partnership, Brüssel, gefördert wurde. Das Konsortium wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm 2020 der Europäischen Union, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research, unterstützt.

Über R-GDS
Als führender Vertreiber von Erdgas und Biomethan im Bas-Rhin transportiert die R-GDS jedes Jahr rund 5 Mrd. kWh Erdgas, um den Bedarf von 107.000 Kunden in mehr als 120 Gemeinden zu decken. Mit einer 180-jährigen Geschichte bedient die R-GDS Lieferanten, Gasfachleute, Gemeinden und private und Unternehmenskunden.

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