GP JOULE und APUS schließen Kooperation für „grünes“ Fliegen mit Wasserstoff

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Unternehmen, Wasserstoff
Phillip Scheffel (links), CEO der APUS Group, und André Steinau, Geschäftsführer der GP JOULE HYDROGEN, bei der Unterzeichnung der Kooperations-Vereinbarung.
Foto: GP JOULE

Die GP JOULE GmbH, Reußenköge, hat mit dem Flugzeugbauer APUS Group, Strausberg, einen Kooperationsvertrag geschlossen, um gemeinsam die Nutzung erneuerbarer Energielösungen in der Luftfahrt voranzutreiben. Diese Kooperation bedeutet laut der Kooperationspartner einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft der „grünen“ Luftfahrt und des effizienten Einsatzes von erneuerbaren Energien, sogar im Flugverkehr.

Mit Hilfe der GP JOULE wird künftig an vielen Flugplätzen die Infrastruktur für Produktion, Transport und Befüllung von 100 % „grünem“ Wasserstoff zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit der APUS soll ein Netzwerk zur Befüllung von Flugzeugen an verschiedenen Flughäfen aufgebaut werden.

Laut Phillip Scheffel, Chief Executive Officer der APUS Group, wird emissionsfreies Fliegen mit Flugzeugen der APUS und 100 % „grünem“ Wasserstoff von der GP JOULE die Luftfahrt revolutionieren. Gemeinsam mit der GP JOULE soll nicht nur „grüner“ Wasserstoff für die Versorgung der APUS-Flugzeuge zur Verfügung gestellt, sondern auch die dazugehörige Infrastruktur für eine emissionsfreie Luftfahrt als Teil der gesamten Mobilität auf der Basis von erneuerbaren Energien aufgebaut werden.

Mit „grünem“ Wasserstoff können nach Aussage von André Steinau, Geschäftsführer bei der GP JOULE HYDROGEN, fossile Kraftstoffe bereits in vielen Bereichen ersetzt werden: im öffentlichen Nahverkehr, im Schwerlasttransport und gemeinsam mit der APUS künftig auch in der Luftfahrt.

Die APUS Group will laut A. Steinau den ersten Flug mit ihrem Wasserstoff-betriebenen Flugzeug 2023/24 starten und 2025 in die Produktion und Vermarktung der Flugzeuge gehen. Die Kunden der APUS benötigen dementsprechend die passende Infrastruktur zur Betankung der Flugzeuge sowie den „grünen“ Wasserstoff. Hier liegt nach Angaben des Geschäftsführers die Expertise der GP JOULE. Das Unternehmen entwickelt die Infrastruktur zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff und zur Betankung mit gasförmigem Wasserstoff. Dabei geht es um ähnliche Betankungsmengen wie im Transporter- und Nutzfahrzeugbereich sowie von der 350-bar-Betankung.

Der erste Flughafen, der mit Erzeugungs- und Betankungsinfrastruktur ausgestattet werden soll, ist der Flughafen Strausberg bei Berlin, wo die APUS ihren Sitz hat. Dort wird bis voraussichtlich 2025 gemeinsam mit Partnern eine PV-Anlage und eine Produktionsanlage für „grünen“ Wasserstoff gebaut.

Im weiteren Verlauf soll überall dort die nötige Infrastruktur errichtet werden, wo die Flugzeuge zum Einsatz kommen sollen. Die GP JOULE folgt also den Kunden bzw. dem Produkt. Die Größe der Infrastruktur wird von der Anzahl der Maschinen abhängen, die dort im Einsatz sind.

Der Markt ist laut A. Steinau neu und entwickelt sich jetzt erst. Umso wichtiger ist es, die Infrastruktur effizient zu entwickeln und zu planen. Dafür ist die APUS Group der ideale Partner.

Die GP JOULE HYDROGEN bringt das Know-how von mehr als zehn Jahren Wasserstoffforschung und -entwicklung mit: Von der Wasserstoffproduktion aus erneuerbaren Energien über die Speicherung und den Transport bis hin zur Fördermittelakquise, der Errichtung von Wasserstofftankstellen und deren laufendem Betrieb bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben das volle Leistungsspektrum für 100 % klimaschonende Mobilität. Kunden aus der Logistik und Transport-Branche kann die GP JOULE darüber hinaus die passenden Fahrzeuge für ihren Bedarf zur Verfügung stellen.

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