Der FVEK Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie, Wien, lud zum exklusiven Networking-Event „Gemeinsam Zukunft gestalten“ in das TUtheSky in Wien. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten der Einladung, um zur Neuausrichtung des Verbands zu gratulieren und über die Zukunft der Energiebranche zu diskutieren.
Neupositionierung als Bekenntnis zur Energiewende
Mit dem 1. Januar 2026 wurde aus dem FVMI Fachverband der Mineralölindustrie der FVEK Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie. Die rechtliche Grundlage für diese Anpassung wurde durch einen Beschluss im Wirtschaftsparlament der WKO Wirtschaftskammer Österreich, Wien, geschaffen. Das Event bot den geeigneten Rahmen, um die strategische Neuausrichtung einem breiten Publikum vorzustellen und die Bedeutung des Zusammenspiels von Wirtschaft, Politik und Verwaltung für das Gelingen der Energiewende zu unterstreichen.
„Unsere Mitgliedsunternehmen entwickeln sich zu integrierten Energieproduktions- und Dienstleistungsunternehmen, die weit mehr bieten als konventionelle Energieträger. Wir investieren in Forschung, wir entwickeln neue Technologien, wir setzen auf Innovation – und wir übernehmen Verantwortung. Die Herausforderungen sind gewaltig: Wir gewährleisten die Versorgungssicherheit mit unserer Öl- und Gasproduktion in Österreich, der Raffinerie und den Tankstellen, müssen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie erhalten und gleichzeitig wollen wir gemeinsam mit den Menschen Schritt für Schritt eine kohlendioxidneutrale Zukunft schaffen,“ erklärt Fachverbandsobmann Martijn van Koten in seiner Eröffnungsrede.
Nach der Begrüßung durch WKÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer richtete Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, BMWET Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Wien, Grußworte an die Gäste. Unter dem Titel „Zukunft sichern – Industriestandort stärken: Strategien für eine nachhaltige Transformation“ betonte sie die Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort Österreich:
„Der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie steht exemplarisch für die Verantwortung und die Gestaltungskraft einer Schlüsselbranche unseres Industriestandorts. Als Bundesregierung schaffen wir im Energiebereich gezielt die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Transformation: mit unserer Industriestrategie, die Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Energiewende konsequent zusammendenkt, mit konkreten Entlastungen wie der Senkung der Elektrizitätsabgabe, die Haushalten und Betrieben unmittelbar zugutekommt, sowie der Neuauflage des SAG und der Einführung eines Industriestrombonus. Ergänzt wird dies durch gezielte Anreize für Forschung und Innovation. Klar ist: Die Energiewende gelingt nur im Schulterschluss von Wirtschaft und Politik,“ erklärte E. Zehetner.
In der anschließenden Keynote „Transformation in der Praxis: unser Weg in die Energiezukunft“ gewährten Rainer Klöpfer, Geschäftsführer der Shell Austria GmbH, Nina Marczell, Senior Vice President Industrial Sales & Marketing der OMV Downstream GmbH und Armin Springer, Bereichsleiter Retail der Enilive Austria GmbH, alle Wien, konkrete Einblicke in die Transformationsprojekte ihrer Unternehmen – von E-Mobilität über Biokraftstoffe bis zu Geothermie-Projekten.
Podiumsdiskussion zu den notwendigen Rahmenbedingungen der Transformation
Den inhaltlichen Höhepunkt bildete die von Julia Isabelle Gerber moderierte Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können wir die Energiewende gemeinsam schaffen und die Branche bei ihrer Transformation bestmöglich unterstützen?“. Sabine Hauser, Geschäftsführerin der Shell Austria GmbH, Henrik Mosser, Senior Vice President der OMV Exploration & Production GmbH, Jürgen Schneider, Sektionschef des BMLUK Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, Benedikt Ennser, Leiter der Sektion Energie (ad interim) im BMWET Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, und Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Salmhofer, Bereichsleiter Mobilitätswende am BMIMI Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, diskutierten über die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende.
„Mit der Neupositionierung vollziehen wir den Wandel, den unsere Mitgliedsunternehmen bereits leben. Die Branche ist längst nicht mehr auf fossile Energieträger fokussiert, sondern treibt aktiv innovative Lösungen voran – von Geothermie über grünen Wasserstoff bis zu alternativen Kraftstoffen. Gleichzeitig muss während dieser Transformation die Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben. Dafür braucht es neben dem Engagement der Unternehmen auch klare politische Rahmenbedingungen, Technologieoffenheit und gezielte Fördermaßnahmen. Nur im Schulterschluss von Wirtschaft, Politik und Verwaltung können wir die Energiewende erfolgreich gestalten. Daher freut es mich sehr, dass wir mit unserer Initiative den Dialog zwischen allen Beteiligten weiter stärken konnten“, so Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des FVEK.
Über den FVEK
Der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie ist eine Fachorganisation innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich und fungiert als gesetzliche Interessenvertretung sowie als wichtiges Bindeglied zwischen Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Mitglieder sind Unternehmen, die maßgeblich zur Energieversorgung und Mobilität in Österreich beitragen. Sie gewinnen und verarbeiten flüssige und gasförmige Energierohstoffe, setzen moderne Untertagetechnologien ein und entwickeln Geoenergiesysteme wie Geothermie sowie Lösungen für CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCUS). Darüber hinaus verarbeiten sie Erdöl in Kombination mit nachhaltigen Rohstoffen und treiben die Entwicklung konventioneller wie alternativer Kraftstoffe voran. Ebenso stellen sie die notwendige Infrastruktur und Technik für erneuerbare Mobilität bereit und gestalten damit den Weg in eine klimafreundlichere Zukunft.






