Die Electra SAS, Paris, europäischer Schnellladepionier und nach eigenen Angaben Marktführer von Schnellladestationen in Frankreich und Belgien, hat ihre Tarifstruktur angepasst. Im Mittelpunkt steht das Abo-Modell „Electra+ Smart”: Die monatliche Grundgebühr sinkt von bisher 9,99 Euro auf künftig 4,99 Euro, der Ladepreis sinkt ebenfalls von 0,39 auf 0,34 Euro/kWh. Damit bietet „Electra+ Smart” künftig den niedrigsten kWh-Preis im Abo in Deutschland.
So wird der günstigste Electra-Tarif für regelmäßige Nutzer noch leichter zugänglich. Das zweite Abo-Modell „Electra+ Essential” bleibt bei 1,99 Euro pro Monat, allerdings wird der Ladepreis von 0,49 Euro/kWh auf 0,44 Euro/kWh gesenkt. Die Preise außerhalb der Abo-Modelle ändern sich nicht: Wer über die Electra-App lädt, zahlt weiter 0,54 Euro/kWh. Für spontanes Laden per Kreditkarte gilt unverändert ein Preis von 0,69 Euro/kWh.
„Viele E-Autofahrer wünschen sich vor allem nachvollziehbare Preise und verlässliche Ladeinfrastruktur“, sagt Paul Tonini, Country Manager Deutschland der Electra. „Mit der Anpassung machen wir unser Abo-Modell deutlich zugänglicher. Wer regelmäßig öffentlich schnelllädt, kann damit einfacher von einem niedrigeren Kilowattstundenpreis profitieren.“
Unterschiedliche Tarife, einfache Logik
Dass es beim öffentlichen Laden verschiedene Preise gibt, ist für viele Nutzer weiter ungewohnt. Der Grund liegt unter anderem darin, dass Ladevorgänge auf unterschiedlichen Wegen gestartet und abgerechnet werden können: spontan per Kreditkarte, über die App eines Betreibers, über Ladekarten anderer Anbieter oder über ein Abo-Modell.
Die Electra setzt dabei auf eine klare Staffelung: Spontanes Laden bleibt jederzeit ohne Registrierung möglich, gelegentliche App-Nutzer erhalten einen niedrigeren Preis und regelmäßige Nutzer können über ein monatlich kündbares Abo zusätzlich sparen. Das Prinzip ähnelt Modellen, die Verbraucher bereits aus anderen Bereichen kennen – beispielsweise von Mobilfunk-Tarifen, Carsharing-Angeboten oder Vorteilskarten im Einzelhandel.
„E-Autofahrer laden sehr unterschiedlich: manche nur gelegentlich unterwegs, andere mehrmals im Monat an öffentlichen Schnellladestationen”, erklärt P. Tonini. „Deshalb braucht es Tarife, die zu diesem Nutzungsverhalten passen. Wichtig ist, dass der Preis vor dem Laden klar erkennbar ist und Nutzer einfach nachvollziehen können, welches Modell für sie sinnvoll ist.“
Doch nicht nur in Deutschland sinken die Preise. In Österreich gelten ab sofort die gleichen günstigen Konditionen wie in Deutschland. Parallel treibt die Electra den Ausbau seines Schnellladenetzes weiter voran: In Deutschland betreibt das Unternehmen aktuell 26 Stationen, 16 weitere befinden sich derzeit im Bau und sollen bis Ende des Quartals in Betrieb gehen. Auch in Österreich wächst das Netz weiter – unter anderem mit dem leistungsstärksten öffentlichen Ladehub des Landes in Völkermarkt an der A2.
Dynamische Preise in Frankreich und Belgien
In Frankreich und Belgien führt die Electra außerdem dynamische Preise ein. Dabei verändert sich der Ladepreis je nach Tageszeit und Auslastung an der Ladestation. In Nebenzeiten sinkt der Preis in den Electra+-Tarifen sowie beim App-Preis um 10 Cent pro Kilowattstunde. Zu stark nachgefragten Zeiten steigt er entsprechend um 10 Cent pro Kilowattstunde.
Mit diesem System will die Electra die vorhandene Ladeinfrastruktur gleichmäßiger auslasten. Nutzer, die zeitlich flexibel sind, können gezielt günstiger laden. Gleichzeitig können Preissignale dazu beitragen, Spitzenzeiten besser zu verteilen und Wartezeiten an stark frequentierten Standorten zu reduzieren.
„Dynamische Preise sind vielen Nutzern bereits aus dem Alltag bekannt – unter anderem bei Stromtarifen“, erklärt P. Tonini. „Beim Schnellladen können sie helfen, die Nachfrage besser zu steuern. Wichtig ist dabei, dass der jeweils gültige Preis transparent angezeigt wird.“
Die Electra will das Schnellladen damit weiter vereinfachen und stärker an das tatsächliche Nutzungsverhalten anpassen.





