Russische Ölimporte nahezu vollständig ersetzt

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Fossil
Rohölimporte nach Deutschland 2021 und 2023 nach Ländern.
Foto: Quelle: BAFA, Grafik: AGEB

Laut einer Analyse in der aktuellen Ausgabe des Informationsdienstes infoplus der AGEB Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V., Berlin, hat Deutschland im Rahmen der europäischen Sanktionspolitik den Anteil russischer Lieferungen an der deutschen Mineralölversorgung konsequent zurückgefahren. Russland war in der Vergangenheit der mit Abstand wichtigste Rohöllieferant für Deutschland. 2021 stammte mehr als ein Drittel der deutschen Rohölimporte aus Russland. Durch die Aufstockung von Bezügen aus anderen Lieferländern und den Aufbau neuer Lieferbeziehungen konnten die bisherigen Einfuhren aus Russland bis Ende 2023 nahezu vollständig ersetzt werden.

Auch beim volkswirtschaftlich wichtigen Dieselkraftstoff verringerte sich die Abhängigkeit von Lieferungen aus Russland stark. Rund zwei Drittel des Bedarfs wurden 2023 aus der inländischen Mineralölverarbeitung gedeckt. Bei den Importen kamen neue Lieferländer wie Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate dazu. Deutliche Liefererhöhungen gab es bei den Importen aus den USA und Großbritannien.

Die AG Energiebilanzen liefert in der neuen Ausgabe von infoplus eine detaillierte Analyse der Entwicklung. Im Ergebnis stellt sie fest, dass an die Stelle einseitiger hoher Abhängigkeiten wieder eine deutlich breiter diversifizierte Versorgung getreten ist.

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