Spatenstich für das neue Dacma Competence Center im Hamburger Hafen

Gesch. Lesedauer: 2 Minuten
Nachhaltigkeit, P2X/E-Fuels, Unternehmen
Ein Modell-Foto des DACMA Competence Center im Hamburg Blue Hub.
Foto: eFuel DAC GmbH

Mit einem feierlichen Spatenstich haben die DACMA GmbH, die eFuel DAC GmbH, beide Hamburg, und die eFuel GmbH, Hoya, im Dezember letzten Jahres gemeinsam den Grundstein für das neue DACMA Competence Center im Hamburg Blue Hub gelegt. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird künftig als zentrale Plattform für die Weiterentwicklung modularer Direct Air Capture (DAC)-Anlagen dienen – einer Schlüsseltechnologie, die Kohlendioxid direkt aus der Umgebungsluft abscheidet und damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Hamburg setzt ein Zeichen für Klimaschutz und Innovation
Zugleich verkündete die DACMA den bedeutenden Auftrag des kanadischen Projektentwicklers Deep Sky, Montreal, zur Lieferung der ersten DAC-Anlagen für ein Großprojekt in Kanada. Mit diesem Meilenstein unterstreicht Hamburg seine Rolle als Innovationsstandort und zeigt die wirtschaftliche Reife der CO2-Entfernung aus der Atmosphäre. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, betonte: „Das DACMA Competence Center ist ein wichtiger Schritt für Hamburg: Wir holen Kohlendioxid direkt aus der Luft und machen daraus eine Chance für Industrie, Wertschöpfung und Klimaschutz. Hamburg zeigt hier im Hafen, wie aus Ideen Infrastruktur wird und aus Innovation internationale Wirkung entsteht.“

Hanspeter Tiede, Chief Executive Officer der eFuel DAC GmbH, erklärte: „Mit der Abscheidung von CO2 direkt aus der Luft schaffen wir die Grundlage für klimaneutrale Kraftstoffe. Das DACMA Competence Center ist ein entscheidender Schritt, um diese Technologie aus dem Labor in die industrielle Anwendung zu bringen.“ Jörg Spitzner, CEO der DACMA GmbH, ergänzte: „Der heutige Spatenstich markiert den Beginn einer neuen Ära: Wir entwickeln hier Technologien, die weltweit eingesetzt werden können, um CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen.“

Bedeutung des DACMA Competence Centers

Das neue Testzentrum wird:

  • technische Komponenten verbessern,
  • Betriebsprozesse effizienter gestalten,
  • neue Forschungsthemen mit internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen vorantreiben.

Darüber hinaus dient der Standort als Testzentrum für die umfangreichen Erprobungen der DAC-Technologie der Generation 2, bevor deren Einsatz in internationalen Projekten erfolgt – insbesondere in Kanada für den Partner Deep Sky.

Internationale Dimension – Kooperation mit Deep Sky
Deep Sky plant den Bau einer kommerziellen Anlage in Kanada, die zunächst eine Kapazität von 30.000 t CO2 pro Jahr haben und schrittweise auf 1.000.000 t CO2 erweitert werden soll. Die zugrundeliegende Technologie wird von der DACMA GmbH aus Hamburg bereitgestellt. Diese Kooperation ist ein starkes Zeichen für internationale Klimapolitik und erweitert die strategische Energie- und Wasserstoffpartnerschaft zwischen Deutschland und Kanada um den Bereich Carbon Dioxide Removal (CDR).

Projekt PEGASUS – Erstes Vorhaben des Competence Centers
Das erste bedeutende Projekt des Kompetenzzentrums ist PEGASUS, eine Kooperation der DACMA GmbH, der Lother GmbH, Hamburg, und der TUHH Technische Universität Hamburg-Harburg. Ziel ist es, DAC-Technologien zu kommerzialisieren und in die Hafeninfrastruktur zu integrieren. PEGASUS entwickelt ein integriertes System zur klimaneutralen Herstellung von Methanol auf Basis von atmosphärischem CO2 und grünem Wasserstoff – ein zentraler Baustein für eine klimafreundliche Energie- und Chemiewirtschaft.

Beteiligte Akteure und Partner:

  • DACMA GmbH
  • eFuel DAC GmbH und eFuel GmbH
  • Evos Hamburg GmbH
  • HPA Hamburg Port Authority
  • TUHH Technische Universität Hamburg-Harburg
  • Lother GmbH
  • Kanadische Botschaft

Mit dem DACMA Competence Center entsteht in Hamburg ein Ort, an dem aus Verantwortung Zukunft wird. Ein Signal, dass Technologie und Zusammenarbeit die Umwelt bewahren und eine lebenswerte Welt für kommende Generationen schafft.

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