Am 24. Juni 2026 passierten 78 Schiffe die Straße von Hormus – ein neuer Tagesrekord seit Kriegsbeginn. Das geht aus aktuellen Daten der Analysedienste S&P Global Market Intelligence Netwerk (MINT) und S&P Global Commodities at Sea (CAS) der S&P Global Inc., New York, hervor.
Juni 2026 wird meistbefahrener Monat seit Kriegsbeginn
Der 24. Juni 2026 markiert laut der S&P Global den bislang verkehrsreichsten Tag seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen. Der bisherige Höchstwert lag bei 49 Schiffen. Damit ist der Juni 2026 bereits jetzt der verkehrsreichste Monat seit Kriegsbeginn: Bis zum 24. Juni 2026 durchfuhren 551 Schiffe die Straße von Hormus, im April 2026 waren es 438. Ein durchgehender Aufwärtstrend bleibt laut der S&P Global aber erst gesichert, wenn tragfähige Vereinbarungen zwischen den beteiligten Parteien vorliegen.
Neuer Sicherheitskorridor vor Omans Küste
Der Rekordwert entspricht rund 57 % des Vorkriegsvolumens auf Tagesbasis. Er folgt auf die Ankündigung eines neuen sicheren Korridors nahe der omanischen Küste durch Oman und die IMO International Maritime Organization, London. Mehr als 40 % der Durchfahrten – 33 Schiffe – nutzten am 24. Juni 2026 diese Route, davon fuhren 25 Schiffe aus dem Golf aus. Andere Schiffe verkehrten weiter näher an den iranischen Hoheitsgewässern; acht Schiffe wurden während der Durchfahrt im sogenannten Dark-Modus erfasst, also ohne aktives Ortungssignal.
Während die Mehrheit der ausfahrenden Schiffe seit Beginn der Kampfhandlungen im Golf feststeckte, gehört ein Teil der Bewegungen zu Schiffen, die erst kürzlich eingefahren sind und den Golf jetzt bereits wieder verlassen. Das deutet laut der S&P Global auf frühe Anzeichen einer Normalisierung und eine allmähliche Wiederherstellung der Bewegungsfreiheit auf See hin.
Rohöl-, Gas- und Frachtverkehr im Überblick
Die Gesamtbewegungen am 24. Juni 2026 umfassten 22 Öl- und Chemikalientanker, 21 Massengutfrachter, zwölf Frachtschiffe, sieben Containerschiffe, vier Flüssiggastanker (LPG) und zwei Flüssigerdgastanker (LNG). Einfahrten in den Golf machten insgesamt 37 % des gesamten Verkehrs aus, davon waren 41 % mit dem Iran verbunden.
Zehn Rohöltanker durchfuhren am 24. Juni 2026 die Straße von Hormus: fünf VLCC (Very Large Crude Carrier) und drei Suezmax-Tanker fuhren aus, zwei VLCC fuhren in den Golf ein. Lediglich ein Schiff, der VLCC AMAK, der von den USA sanktioniert wurde, weist eine Verbindung zum Iran auf.
Außerdem verkehrten zwölf Produktentanker durch die Meerenge, zu gleichen Teilen ein- und ausfahrend. Nur ein Bitumentanker, die VIRAJ, ist mit dem Iran verbunden.
Sanktionierte Schiffe weiter im Fokus
Unter den ausfahrenden Flüssiggastankern befand sich die BANIAN, ein iranisch verbundener VLGC (Very Large Gas Carrier), der auf der Sanktionsliste der OFAC Office of Foreign Assets Control, Washington, steht. Das Schiff befindet sich jetzt in der Nähe von Khor Fakkan und ist laut Tiefgangsangaben voraussichtlich beladen. Ein weiteres ausfahrendes Schiff, der sanktionsfreie VLGC ZAKHER, der am 22. Juni 2026 in den Golf eingefahren war, verließ die Straße über die omanische Route. Das Schiff lud Flüssiggas (LPG) auf Das Island in den Vereinigten Arabischen Emiraten und gibt Yantai in China als vorläufiges Ziel an.
Das dritte ausfahrende Schiff, der ebenfalls sanktionsfreie VLGC SILVIO, war seit der Beladung mit Flüssiggas in Mesaieed, Katar, am 2. März 2026 im Golf festgesessen. Das Schiff liegt jetzt vor Fudschaira vor Anker, das endgültige Ziel steht noch nicht fest. Westlich der Straße von Hormus befindet sich nur noch ein beladener VLGC ohne Iran-Verbindung: die indisch geflaggte BW LOYALTY (IMO 9350290), die am 17. April 2026 in Ras Laffan beladen wurde.
Ökostromanteil: Zwei Berechnungsmöglichkeiten
Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch im ersten Halbjahr 2026 beträgt 58,0 %. Den Ökostromanteil am Bruttostromverbrauch zu bemessen, ist die gängige Berechnungsgrundlage. Sie geht zurück auf europäische Vorgaben und steht im Einklang mit den Zieldefinitionen der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Bruttostromverbrauch bildet das gesamte Stromsystem eines Landes ab und setzt sich zusammen aus der Summe der Bruttostromerzeugung eines Landes und dem Saldo seines Stromaustausches über die Landesgrenzen.
Eine andere Möglichkeit ist, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung zu messen. Diese umfasst die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge. Der Anteil Erneuerbarer Energien im ersten Halbjahr 2026 auf Basis der Bruttostromerzeugung beträgt 57,7 %.





