RWI/ISL: Containerumschlag im Januar 2026 leicht erholt

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Der Containerumschlag-Index des RWI/ISL ist im Januar auf 144,7 Punkte gestiegen und legte damit 2,6 Punkte zu. RWI-Schätzungen nach Angaben für 90 Häfen, Januar 2026: Schnellschätzung.
Foto: RWI

Im Januar dieses Jahres ist der Containerumschlag gegenüber dem Vormonat gestiegen. Besonders stark war der Anstieg in den chinesischen Häfen. Das liegt unter anderem an Vorzieheffekten: Viele Geschäfte werden vor dem chinesischen Neujahrsfest Ende Februar abgewickelt. In den nordeuropäischen Häfen laufen dagegen die Nachholeffekte nach den Streiks in Antwerpen und Rotterdam aus. Infolgedessen fiel der europäische Containerumschlag. Abgesehen von diesen Sondereffekten zeigt der weltweite Containerumschlag zum Jahresbeginn einen leichten Aufwärtstrend. Das geht aus dem Containerumschlagindex des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V., Essen, und des ISL Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik, Bremen, hervor.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ist saisonbereinigt im Januar auf 144,7 Punkte gestiegen – gegenüber 142,1 Punkten (revidiert) im Vormonat.
  • Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist von 122,2 Punkten (revidiert) auf 117 Punkte im Januar kräftig zurückgegangen.
  • In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag deutlich gestiegen – von 161,7 Punkten im Vormonat (revidiert) auf 169,4 Punkte.
  • Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für Februar 2026 wird am 27. März 2026 veröffentlicht.

„China zog viele Handelsgeschäfte aufgrund des Neujahrsfests vor“, erklärt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt zur Entwicklung des Containerumschlag-Index: „In Europa laufen hingegen die positiv auf den Index wirkenden Hafenstreik-Nachholeffekte aus. Das zeigt sich deutlich in einem schwächeren Nordrange-Indexwert. Wirtschaftspolitisch bleibt die Lage angespannt. Das Chaos um die US-Zölle sorgt einmal mehr für Unsicherheit. Viele Unternehmen werden ihre Lieferketten wohl weiterhin überdenken. Trotz all dieser Unberechenbarkeiten sehen wir erste Anzeichen einer Stabilisierung des Welthandels.“

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