HWWI-Rohstoffpreisindex stabil, aber mit leichten Abwärtstendenzen

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Daten + Statistiken
Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist stabil, mit einem leichten Abwärtsdruck im dritten Quartal 2025.
Foto: HWWI

Der Rohstoffpreisindex des HWWI Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH zeigt im bisherigen Verlauf des Jahres 2025 eine weitgehend stabile Entwicklung, wobei sich im dritten Quartal leichte Abwärtstendenzen beobachten lassen.

In den vergangenen drei Monaten stand der HWWI-Rohstoffpreisindex unter leichtem Abwärtsdruck (August: – 2,5 %, September: 0,0 %, Oktober: – 1,5 %). Im Oktober lag der Index damit rund 8,9 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (Datenstand: 10. November 2025).

Der leichte Rückgang im August ist vor allem auf fallende Preise für Energierohstoffe zurückzuführen (- 4,1 %). Im September stabilisierten sich die Preise für Energierohstoffe (- 0,2 %), setzten ihren Abwärtstrend im Oktober jedoch fort und fielen um weitere 2,5 %. Dies entspricht einem Rückgang um 13 % im Vergleich zu Oktober 2024. Die überwiegend rückläufige Entwicklung des Index spiegelt vor allem die Preisbewegungen bei Kohle und Rohöl wider. Während der Rohölpreis im zweiten Quartal 2025 infolge anhaltender geopolitischer Spannungen deutlich schwankte, prägten im dritten Quartal die Förderentscheidungen der OPEC+ das Bild. Die Gruppe der erdölexportierenden Länder signalisierte mehrfach eine weitere Ausweitung der Produktion. Entsprechend geriet der Rohölindex unter Druck, gab im Oktober um 5,6 % nach und lag zum Ende des Berichtszeitraums 15,3 % unter dem Vorjahreswert. Der Kohleindex entwickelte sich im dritten Quartal rückläufig, mit Veränderungen von – 0,3 % im August, – 6,6 % im September und – 0,9 % im Oktober.

Der Industrierohstoffindex stagnierte im August (0,1 %) und September (0,5 %) weitgehend, stieg im Oktober jedoch moderat um 4,0 %. Der Anstieg im Oktober ist vor allem auf höhere Kupferpreise zurückzuführen. Insgesamt erhöhte sich der Kupferpreis im Oktober um 7,5 % und lag 12,1 % über dem Vorjahresniveau. Im Gegensatz dazu zeigte sich der Holzpreis im Berichtszeitraum ausgesprochen volatil. Im August legte er um 8,7 % zu und erreichte infolge erwarteter Zölle sowie vorgezogener Importe in die USA ein Dreijahreshoch. Anschließend fielen die Preise um 20,9 %, bevor sie sich im Oktober moderat um 7,2 % erholten und den Industrierohstoffindex zusätzlich stützten.

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