Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“

Gesch. Lesedauer: 2 Minuten
Bio, P2X/E-Fuels, Politik, Verbände
Patrick Schnieder, MdB & Bundesminister für Verkehr.
Foto: BBE

Der 23. Internationale Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft 2026 – Turbo zünden, erneuerbar durchstarten“ ist vor 14 Tagen in Berlin erfolgreich zu Ende gegangen. Mehr als 620 Fachteilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden nutzten die zweitägige Veranstaltung, um die Rolle erneuerbarer Kraftstoffe für eine klimaneutrale Mobilität zu diskutieren und konkrete Handlungserfordernisse für den Markthochlauf zu benennen.

Im Mittelpunkt des ersten Kongresstages standen neben den von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder präsentierten Vorstellungen der Bundesregierung für eine klimafreundliche Mobilität vor allem die politischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe. Diskutiert wurden die aktuellen Entwicklungen zur nationalen Umsetzung der RED III durch die Weiterentwicklung der Treibhausgasquote bis hin zu Anforderungen an Zertifizierung, Betrugsprävention und Investitionssicherheit. Positiv bewerteten die Branchenvertreter den vorliegenden Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Treibhausgasquote. Dieser setze wichtige Impulse für Investitionen und stärke die Betrugsprävention. Erforderlich sei jedoch eine Anhebung der Obergrenze für nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, um das vorhandene Potenzial der Biokraftstoffe nutzen zu können. Außerdem erfordere der Klimaschutz kurzfristig höhere Beimischungen von Bioethanol und Biodiesel, um bei rückläufigem Kraftstoffeinsatz den Klimaschutzbeitrag von Biokraftstoffen zu erhalten. Dazu sei eine Flexibilisierung bestehender Schutzsortenregelungen bei Benzin und Diesel notwendig.

Einigkeit bestand bei den Kongressteilnehmern darin, dass nachhaltige Biokraftstoffe bereits heute den entscheidenden Beitrag zur kurzfristigen Treibhausgasminderung leisten und als sofort verfügbare Lösung für bestehende Fahrzeugflotten und Infrastrukturen unverzichtbar sind. Zusätzlich müsse der Markthochlauf fortschrittlicher Biokraftstoffe und synthetischer Kraftstoffe beschleunigt werden. Dafür seien technologieoffene Instrumente wie die Anrechnung erneuerbarer Kraftstoffe auf die CO2-Flottengrenzwerte und langfristig verlässliche Quotenregelungen erforderlich.

Zum Abschluss des Kongresses zog die Branche ein positives Fazit. Die technischen Lösungen sind vorhanden und praxiserprobt – jetzt komme es darauf an, die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass weitere Investitionen angereizt und höhere Anteile erneuerbarer Kraftstoffe tatsächlich in den Markt gebracht werden können. Der Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ bestätigte laut den Kongressteilnehmern damit erneut seine Rolle als zentrale Dialogplattform für eine technologieoffene, klimafreundliche Mobilität und als Impulsgeber für Politik und Wirtschaft.

Der 24. Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2027“ wird am 18. und 19. Januar 2027 im CityCube in Berlin stattfinden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.kraftstoffe-der-zukunft.com

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