Biodieselhandel nimmt Fahrt auf – Niederlande bleiben zentrale Drehscheibe

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Bio, Logistik, Nachhaltigkeit, Verbände
Die Niederlande bleiben mit den Häfen Rotterdam und Amsterdam Dreh- und Angelpunkt beim Biodiesel.
Foto: UFOP

Der deutsche Außenhandel mit Biodiesel nimmt 2026 etwas Fahrt auf. Sowohl die Aus- als auch die Einfuhren gewinnen dabei an Dynamik. Dreh- und Angelpunkt bleiben die Niederlande mit den Häfen Rotterdam und Amsterdam.

Für das Jahr 2026 zeichnet sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis), Wiesbaden, ein steigender Außenhandel mit Biodiesel ab. Im ersten Halbjahr stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 % auf 1,4 Mio. t Biodiesel. Ähnlich fiel das Plus bei den Importen aus. Aus dem Ausland bezog die Bundesrepublik 851.200 t und damit rund 3,5 % mehr als ein Jahr zuvor.

Wichtigster Handelspartner bleiben die Niederlande, die mit Häfen wie Rotterdam und Amsterdam als zentrale Drehscheibe für Überseeimporte dienen. Nach Recherchen der AMI Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, Bonn, kamen darüber hinaus größere Lieferungen aus Malaysia und Belgien. Während Malaysia 30,2 % weniger am EU-Markt platzierte, kamen aus Belgien rund 69,6 % mehr.

Unter den Abnehmerländern für deutschen Biodiesel dominieren die EU-Mitgliedstaaten, vor allem die Niederlande, Belgien, Polen und Österreich. Während die Niederlande ihre Bezüge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,8 % steigerte, importierte Polen rund 20,3 % weniger.

Der Export von Biodiesel in die EU-Nachbarländer stabilisiert die Preise für Rapsöl und damit die Erzeugerpreise für die Rapssaat. Dies betont die UFOP Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. , Berlin, mit Verweis auf die aktuelle Berichterstattung zur diesjährigen Rapsernte. Die hohen Rapspreise konnten die regional enttäuschenden Erträge ein Stück weit kompensieren. Auch für die kommende Saison prognostiziert die UFOP Preise auf diesem Niveau, da die EU-Mitgliedsstaaten in 2026 und 2027 die geänderte Erneuerbare Energien-Richtlinie (RED III) mit höheren Biokraftstoffmandaten umsetzen müssen. Wie robust die Nachfrage für Raps infolge der Biokraftstoffnachfrage ist, bestätige außerdem der in der ersten Jahreshälfte auf mindestens 325.000 t gestiegene Import von HVO. Diese Mengen sind in der Statistik von Destatis nicht berücksichtigt.

Die UFOP erinnert daran, dass die USA, Kanada und Brasilien ihre nationale Biokraftstoffpolitik als aktives Instrument zur Preis- und Einkommensstützung für die Landwirtschaft ausgestalten.

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