Aral pulse geht in Deutschland mit MW-Ladetechnologie für E-Lkw an den Start

Gesch. Lesedauer: 3 Minuten
Allgemein, E-Mobilität, Unternehmen
V.l.n.r.: Aral-Vorstand Alexander Junge, Björn Gehrs (Bürgermeister der Samtgemeinde Schwarmstedt), Hartmut Prüß (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen), Aynur Colpan (Bürgermeisterin von Buchholz/Aller), Aral-Vorstandsvorsitzender Achim Bothe und Vivian Tauschwitz (Mitglied des Deutschen Bundestages).
Foto: Aral AG

Aral pulse, die E-Mobilitätsmarke der Aral AG, Bochum, erweitert das Ultraschnell-Ladenetz für E-Lkw und führt an zentral gelegenen Autobahn-Standorten in Deutschland Megawatt-Ladetechnologie mit Leistungen von bis zu 1.000 kW ein. Die Standorte mit Aral pulse Ladeparks in Schwarmstedt (A7), Hannover (A2), Schnaittach (A9) und Rastow (A24) sind in Betrieb – Königs Wusterhausen (A10) wird kurzfristig in Betrieb gehen. Ein weiterer Ausbau der Megawatt-Lademöglichkeiten (MCS), dem aufkommenden Standard für Langstrecken-E-Lkw, ist geplant.

Jeder Standort wird über bis zu 6 Durchfahrtsladebuchten für E-Lkw verfügen, die alle rund um die Uhr zugänglich sind. Das dezentrale Ladesystem HYC1000 der Alpitronic GmbH, Bozen, mit kombinierter MCS- und CCS-Ladetechnologie ermöglicht das MW-Laden von Elektro-Lkw, sodass diese in nur 30 Minuten von 20 % auf 80 % aufgeladen werden können. Aral pulse ist laut eigener Aussage nach den Zahlen der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur mit mehr als 30 Standorten größter Anbieter öffentlicher Ultraschnell-Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Deutschland. Detaillierte Informationen zu den Standorten gibt es auf www.aral-pulse.de

„Die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen ist ein wichtiger Hebel, um einen Beitrag zur Dekarbonisierung im Transportsektor zu leisten. Mit der Einführung von Megawatt-Ladetechnologie schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass auch große Flotten – insbesondere im Fernverkehr – ihre Fahrzeuge zuverlässig, schnell und wirtschaftlich elektrifizieren können“, sagt Alexander Junge, Aral-Vorstand für Elektromobilität, bei der Einweihung des Megawatt-Ladestandortes am Autohof Schwarmstedt an der Autobahn A7. „Für Aral ist das ein wichtiger Schritt, um unsere Kunden beim Wandel hin zu alternativen Transportlösungen aktiv zu unterstützen. Wir wollen auch in diesem Bereich erste Wahl unserer Kunden sein.“

Lkw-Fahrer profitieren bei Aral von einem 24/7-Zugang zur Infrastruktur vor Ort, darunter WCs, Duschen, Ruhebereiche, Beleuchtung, Shop- bzw. gastronomische Angebote. Die fünf neuen Megawatt-Ladestandorte sowie die 28 bestehenden Aral pulse Standorte für E-Lkw können mit dem Lkw-Filter in der Aral Fuel & Charge-App leicht gefunden werden. Sie sind exklusiv für E-Lkw zugänglich und Teil eines separaten Ladenetzes für Nutzfahrzeuge. Der Zugang ist über die Aral Fuel & Charge Tank- und Ladekarte, Karten von Drittanbietern und gängige Debit- oder Kreditkarten möglich. Die Aral Fuel & Charge Tank- und Ladekarten eröffnen Flotten zusätzlich zum breiten Kraftstoffportfolio von Aral im Gesamtnetz den Zugriff auf 93 % aller in Deutschland zugänglichen Ladepunkte. Dies beinhaltet auch exklusive Ladepunkte für E-Lkw bei Akzeptanzpartnern. In ganz Europa liegt die Akzeptanzquote bei rund 80 %.

Philipp Senoner, Chief Executive Officer der Alpitronic, erklärt: „Mit unserem Megawatt-Ladesystem wollen wir gemeinsam mit Aral pulse die Elektrifizierung des Schwerlast- und Langstreckenverkehrs vorantreiben. Ladezeiten von nur 30 bis 40 Minuten passen ideal zu den gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen und machen den Einsatz elektrischer Lkw im Logistikalltag wirtschaftlich und praktikabel. Durch die Kombination zweier Ladestandards ist der HYC1000 sowohl für die Anforderungen von heute ausgelegt als auch bereit für die nächste Generation elektrischer Nutzfahrzeuge.“

Für den MW-Ladestandort in Schwarmstedt bezieht Aral pulse Solarstrom über einen Solarpark von Ladesonne, der auf einer Fläche von rund 4 ha direkt neben dem Aral pulse Ladepark gelegen ist und über eine Kapazität zur Stromerzeugung von 4,6 MWt verfügt. „Mit unserem Solarpark in Schwarmstedt laden wir Sonnenenergie in die Lkw und Autos. Wir freuen uns, hier zusammen mit Aral einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Gemeinsam bringen wir emissionsärmere Mobilität auf die Straße und zeigen, dass Schritte zur Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs heute schon möglich sind“, sagt Matthias Roidl, Geschäftsführer von Ladesonne.

Die MW-Ladestandorte sind Teil eines Portfolios, das im Rahmen der Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) 2024-2025 des Connecting Europe Facility (CEF) gefördert wird, dem EU-Förderprogramm zur Unterstützung der Verkehrsinfrastruktur Europas.

Die Aral ist mit rund 2.400 Tankstellen nach eigenen Angaben größter Anbieter in Deutschland, hat ihr Tankstellennetz in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und das Kraftstoffportfolio beispielsweise mit Einführung einer neuen Formel für Aral Ultimate Diesel und der Einführung von Aral HVO für Gewerbekunden an immer mehr Standorten ergänzt. Außerdem betreibt Aral mit seiner E-Mobilitätsmarke Aral pulse für Pkw ein ultraschnelles Ladenetz mit inzwischen rund 4.000 Ladepunkten an fast 600 Standorten. Das Convenience-Angebot wurde unter der Marke REWE To Go ebenfalls deutlich ausgebaut. Weiter investiert Aral kontinuierlich in die neue Generation von SuperWash-Portalwaschanlagen im Premium-Standard.

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