5 Minuten mit Daniel Grübner: Vertrauen, KI und Energiewende

Gesch. Lesedauer: 2 Minuten
5 Minuten mit..., Allgemein
Daniel Grübner, Geschäftsführer der oil telegram GmbH & Co. KG, macht den Auftakt der neuen eot-Interviewreihe „5 Minuten mit...“.
Foto: eot

Das aktuelle Thema:

Was beschäftigt Ihr Unternehmen aktuell am meisten?

Die zentrale Herausforderung ist heute weniger der Zugang zu Informationen als deren Einordnung: Wie schaffen wir es, Entscheider:innen trotz wachsender Informationsflut und zunehmender Entscheidungsdichte mit unabhängigen, auf das Wesentliche fokussierten Informationen Orientierung zu geben und dabei die Relevanz redaktionell zusammengestellter Inhalte für die Qualität bei richtungsweisenden Entscheidungen sowie den Zeitgewinn für unser Leser:innen klar zu adressieren?

Der Blick nach vorn:

Welche Entwicklung wird die Energiewirtschaft in den nächsten zwei bis fünf Jahren am stärksten verändern?

Die größte Veränderung wird aus meiner Sicht die Frage sein, wie wir den tiefgreifenden Umbau des Energiesystems gestalten, ohne dabei die bestehenden Versorgungsstrukturen und die daran hängenden Industrien zu gefährden. Die Transformation wird nicht nur neue Technologien und Geschäftsmodelle hervorbringen, sondern auch etablierte Strukturen und Infrastrukturen grundlegend infrage stellen – und damit die Frage, was wir erhalten, umbauen oder neu schaffen müssen.

Klartext:

Welche Technologie wird unterschätzt?

Unterschätzt wird aus meiner Sicht weniger die Leistungsfähigkeit von KI als vielmehr ihr Gefahrenpotenzial. Gerade für KRITIS-Unternehmen ist es deshalb entscheidend, sich frühzeitig mit den sicherheitsrelevanten Folgen dieser Technologie auseinanderzusetzen, bevor die Faszination für ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten den Blick auf die Risiken verstellt.

Persönliches:

Worauf sind Sie aktuell besonders stolz?

Ich bin besonders stolz darauf, wie mein Team in den vergangenen, wirtschaftlich herausfordernden Jahren zusammengehalten und sich immer wieder mit neuen Ideen eingebracht hat. Dass wir dabei nicht nur den Status quo bewahren, sondern neue Produkte entwickeln und unsere bestehenden Angebote kontinuierlich weiterentwickeln konnten, ist für mich vor allem ein Zeichen von Engagement, gegenseitigem Vertrauen und einem gemeinsamen Anspruch: unseren Kunden:innen jeden Tag einen echten Mehrwert zu bieten und uns dabei selbst immer wieder ein Stück weiterzuentwickeln.

Satz vollenden:

Ergänzen Sie den Satz: Die Energiewirtschaft braucht mehr…

Mut zur Flexibilität und zur Zusammenarbeit – nicht nur bei Netzen, Erzeugung, Verbrauch und Geschäftsmodellen, sondern auch im Miteinander der Akteur:innen, denn grade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen braucht es Vertrauen in bewährte Partner:innen und niedrigschwellige Möglichkeiten zur gemeinsamen Lösungsfindung.

Kurz & knackig:

  • Ihr wichtigstes Projekt? Einführung eines redundanten Agenten-Systems mit Human-in-the-loop-Ansatz.
  • Ihre größte Herausforderung? Meine größte Herausforderung besteht darin, täglich unseren Beitrag als unabhängiger, fachlich versierter Informationsdienst zu etablieren, der gemeinsam mit unseren Leser:innen aus dem wachsenden Informationsüberfluss die relevante Essenz für fundierte Entscheidungen herausfiltert.
  • Ihr bester Rat? Vertrauen geben, Verantwortung übernehmen!

Die Zahl:

Erklärung: Jeder Interviewpartner bringt eine Zahl mit; Beispiel: „50“, Warum?, „Weil wir bis 2030 fünfzig Ladeparks errichten.“ Oder 17 %, weil…

„3“, Zur seit vielen Jahren etablierten Sonderpublikation „eot annual – Statistik der deutschen Energiewirtschaft“, haben wir in diesem Jahr die zweite Sonderpublikation, das „eot special“, aus der Taufe gehoben. 2027 soll ein dritter Titel folgen.

(Foto: eot)

Beitrag teilen:

Neueste Artikel

Allgemein, Energie, Unternehmen

Acht Unternehmen bündeln Kräfte für Wasserstoffmobilität in Europa

Allgemein, Energie, Erneuerbarer Strom, Unternehmen

He Dreiht eingeweiht: 960 MW für die deutsche Stromversorgung

Allgemein, Digitalisierung & KI, E-Mobilität, Unternehmen

Hectronic und DB Energie digitalisieren die Betriebsstoffversorgung auf der Schiene

Allgemein, Bio, Unternehmen

Bio-LNG auf der IAA TRANSPORTATION: Im Schwerlastverkehr längst Praxis