5 Minuten mit Nina London – Erfolg entsteht da, wo Infrastruktur, Daten und Steuerung zusammenwirken

Gesch. Lesedauer: 2 Minuten
5 Minuten mit..., Interviews
Foto: eot/Nina London

Die neue eot-Serie: In „5 Minuten mit…“ geht es mit kurzen, prägnanten Fragen und Antworten um Menschen, ihre Perspektiven, Erfahrungen und Themen, die sie bewegen. Nina London, Partnerin bei der Unternehmensberatung BearingPoint GmbH, Düsseldorf, wurde vom eot-Chefredakteur Daniel Grübner nominiert.

Das aktuelle Thema:
Was beschäftigt Ihr Unternehmen aktuell am meisten?
Unsere Kunden müssen entscheiden, wo sie investieren, durch Zukäufe wachsen oder sich von Geschäftsbereichen und Standorten trennen und gleichzeitig das bestehende Geschäft wirtschaftlich und resilient halten. Entscheidend ist, Investitionen, Betrieb und neue Geschäftsmodelle so zu verbinden, dass bestehende Infrastrukturen heute Erträge sichern und neue Energie- und Mobilitätsangebote morgen profitabel wachsen können.

Der Blick nach vorn:
Welche Entwicklung wird die Energiewirtschaft in den nächsten zwei bis fünf Jahren am stärksten verändern?
Aus meiner Sicht wird das Nebeneinander von Kraftstoffen, Elektrifizierung und digitalen Services die Geschäftsmodelle integrierter Energieunternehmen besonders verändern. Erfolgreich werden diejenigen Unternehmen sein, die ihre gesamte Wertschöpfungskette – von Beschaffung, Raffinerien und Logistik über Netzinfrastruktur bis hin zu Tankstellen und Ladehubs – konsequent an neue Nachfrage- und Mobilitätsmuster anpassen.

Klartext:
Welche politische Entscheidung fehlt?
Wir brauchen einen langfristig verlässlichen Rahmen für die Transformation von Versorgungsinfrastrukturen wie Tank- und Ladestellen sowie für den Umbau der Raffinerielandschaft, der Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele zusammenbringt. Dazu gehören klare Perspektiven für CO2-arme Kraftstoffe und Elektrifizierung, einen konstruktiven Dialog zwischen Unternehmen und Politik sowie schnellere Genehmigungen, damit Unternehmen den Umbau ihrer Standorte verlässlich planen können.

Persönliches:
Worauf sind Sie aktuell besonders stolz?
Ich bin besonders stolz auf unser Whitepaper zur Resilienz des deutschen Öl- und Gasmarkts, das wir aktuell mit einem interdisziplinären Team mit Perspektiven aus Politik, Industrie und Wissenschaft erarbeiten. Wir zeigen darin u.a., wie Unternehmen ihre Steuerung um Resilienz erweitern können – mit klaren Verantwortlichkeiten und geeigneten KPIs, die neben Effizienz und Wirtschaftlichkeit auch Versorgungsfähigkeit, kritische Abhängigkeiten und die Fähigkeit zur Bewältigung von Störungen sichtbar machen.

Satz vollenden:
Ergänzen Sie den Satz:
Die Energiewirtschaft braucht mehr…
…offenen und branchenübergreifenden Dialog, Mut zu Entscheidungen unter Unsicherheit – und die Fähigkeit auf Sicht zu fahren und bei neuen Erkenntnissen nachzusteuern.

Kurz & knackig:

Ihr wichtigstes Projekt?
Mein wichtigstes Projekt ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Transformation in messbaren Mehrwert zu übersetzen.
Ihre größte Herausforderung?
Strategische Ziele, wirtschaftliche Anforderungen und gewachsene IT-Landschaften, Organisationen und Prozesse so zusammenzubringen, dass aus guten Konzepten funktionierende Lösungen werden.
Ihr bester Rat?
Nicht auf vollständige Sicherheit warten, sondern starten, Entscheidungen treffen, die in mehreren Zukunftsszenarien tragen und Spielraum zum Nachsteuern lassen.

Die Zahl:
Erklärung: Jede Interviewpartnerin/jeder Interviewpartner bringt eine Zahl mit; Beispiel: „50“, Warum?, „Weil wir bis 2030 fünfzig Ladeparks errichten.“ Oder 17 %, weil…

3 – Weil nachhaltiger Erfolg branchenübergreifend dort entsteht, wo Infrastruktur, Daten und operative Steuerung zusammenwirken – vom Energie- und Verkehrsnetz bis zum einzelnen Tankstellenstandort.

Der Staffelstab:
Wer sollen die nächsten Interviewpartner von“ 5 Minuten mit…“ werden?

Sandra Schütte –
Westfalen AG

Johannes Mailänder –
LichtWART GmbH

Niels Anspach –
BP Europa SE

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